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Deutsche Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen 2019

Vier Hamburger Teams sind über das Himmelfahrtswochenende nach Gaimersheim in Bayern gereist, wo die deutschen Pokalmeisterschaften stattfanden. Während bei den Damen nur der SV Grün-Weiss Harburg für die Damen A die weite Anreise auf sich genommen hat, stellt der Hamburger Verband in allen drei Herren-Konkurrenzen ein Team. Neben den routinierten DPM-Hasen vom Rellinger TV bei den Herren C, ging in diesem Jahr der VfL Börnsen in der Herren B-Konkurrenz ins Rennen und die Jungs von der Germania Schnelsen wollten in der Königsklasse mitmischen.

Der Rellinger TV startete am Donnerstag gegen den TUS Engter und kamen direkt zu einem 4:0-Erfolg und konnte die Auftakthürde souverän meistern. Leider konnten sie den Schwung vom Vortag nicht komplett mitnehmen, so dass sie beide Spiele verloren. Im ersten Spiel konnte nicht alle ihre komplette Leistung abrufen, so dass das erste Spiel gegen den Köpenicker SV Ajax mit 2:4 verloren ging. Auch im zweiten Spiel gegen den ASV Sembach konnten sie nicht viel ausrichten und wurden relativ deutlich mit 1:4 aus der Box geschickt. Um noch einen Viertelfinalplatz zu ergattern, musste also im letzten Gruppenspiel gegen die SG Stahl Magdeburg ein Sieg her und auf einen Patzer der Konkurrenz gehofft werden. Die Aufgabe wurde souverän mit 4:2 gemeistert, doch leider blieben die Patzer der Konkurrenz aus. Am Ende wurde es für das Team der dritte Gruppenplatz.

Der VfL Börnsen nahm mit drei Spielern aus der ersten und zwei aus der zweiten Mannschaft die 720 Kilometer nach Gaimersheim auf sich. Sportlich war es für das Team eine große Herausforderung, da die Teilnehmer aus den anderen Regionen eine viel umfangreichere Qualifikation auf z.T. drei Ebenen hinter sich hatten und mindestens gehobenes Hamburgliga-Niveau. So konnten auch Satzgewinne oder hohe Führungen nicht in Siege umgemünzt werden, bis im letzten Spiel gegen Eintracht Mendig aus dem TTV Rheinland ein 4:2 eingefahren werden konnte. Dieser Sieg wurde dem Vernehmen nach auf der Players Night gut ausgekostet, sodass nicht nur die Gegner gut waren in Gaimersheim.

Die Damen vom SV Grün-Weiss Harburg starteten am Donnerstag gegen die zukünftigen Liga-Konkurrenten vom ESV Neustadt mit einem deutlichen 4:0-Sieg. Der frühe Spielbeginn am Freitagmorgen um 9:00 Uhr gegen die Spvgg. Essenheim lag nicht allen Spielerinnen, so dass erst im Entscheidungsspiel der heiß ersehnte Siegpunkt zum 4:3 erreicht werden konnte. Gegen die starke bayrische Auswahl vom TV 1921 Hofstetten sahen die Damen sich nicht in der Favoritenrolle. Doch durch das überragende Spiel und eine kluge taktische Aufstellung konnte sie auch dieses Spiel mit einem 4:3 gewinnen. Das Viertelfinale war dem Team bereits sicher. Am Samstagmorgen hieß es dann gegen Darmstadt 98, die verbleibenden Kräfte nach der Playersparty zu bündeln. Leider gelang dies in den entscheidenden Sätzen nicht so gut, so dass dieses Spiel mit 0:4 und drei verlorenen Fünfsatzspielen an die Gegner ging.

TuS Germania Schnelsen hatte sich mit fünf Herren angekündigt. Das erste Spiel gegen den Köpenicker SV-Ajax starteten sie ohne Harun souverän mit 2:0, doch es folgten vier zum teil unglückliche 2:3-Niederlagen, die letztendlich zum Berliner Sieg führten. Nach dem vermasselten Start ging es nun gegen den favorisierten TTC Wohlbach, der mit zwei ehemaligen Drittliga-Spielern auflief. Leider fanden sie auch hier nicht ins Spiel und mussten nach einem 1:4 den Bayern gratulieren. Doch das Team gab sich nicht auf und wollte am Freitag nochmal angreifen. Gegen den FV Horas konnte man durchgroßartige Ballwechsel überzeugen und dieses Mal drei Entscheidungssätze für sich gewinnen – 4:1. Die Tabellenkonstellation ließ trotz zwei Niederlagen noch ein Hoffen auf den Viertelfinaleinzug zu. Ausgeruht gingen sie also am Samstagmorgen gegen den TB Beinstein an die Tische. Sehr konzentriert und mit dem motivierenden Teamspirit gelang ihnen ein deutlicher 4:1-Sieg. Das Viertelfinale konnte kommen.

Samstagnachmittag 16:30 Uhr - VIERTELFINALE

Selten haben es in den vergangenen Jahren die Hamburger Teams in die Endrunde geschafft, in diesem Jahr haben es gleich beide Vertreter der Königsklasse geschafft. Um 16:30 Uhr ging es parallel in der prall gefüllten EDEKA Sporthalle an die Tische.

Damen A: SV Grün-Weiss Harburg mit Merle Subei, Inga Weichel, Anne Fabig und Antje Krüger

Herren A: TUS Germania Schnelsen mit Harun Bozanoglu , Kamiar Laurentino, Patrick Wienefeld, Simon Löschenkohl und Waldemar Gez

Für die Damen ging es gegen den SV Werder Bremen. Durch die spielerische Vergangenheit in der niedersächsischen Verbandsliga von Merle, Anne und Antje, in der die Bremer ebenfalls seit Jahren spielen, ist ihnen diese Mannschaft bestens bekannt. Doch der Bremer Coach konnte sein Team gut auf die Harburger einstellen. Es war ein sehr phasenreiches Spiel mit einigen Höhen und Tiefen. Spannend wurde es nochmal, als das eingespielte Doppel Anne und Merle einen 0:2-Satzrückstand aufholen konnten, aber dann leider auch diesen Satz mit 9:11 abgaben. Vor einer gigantischen Kulisse mitgereister Fans aller Viertelfinalteilnehmer, die mit Fahnen, Rasseln und Tröten ordentlich für Stimmung sorgten hat das Spielen außerordentlich Spaß gemacht, aber zu einem Sieg hat es in diesem Jahr nicht gereicht. So blieb den Damen ausreichend Zeit,um die TUS Germania Schnelsen anzufeuern.

Die Herren starteten gegen den TTSF Hohberg mit Harun, Kamiar und Waldemar im Einzel, sowie Simon mit Harun im Doppel. Das Spiel wurde zu einem Thriller, der keine Wünsche offenließ. Nach einem relativ schnellen 0:2 Gesamtrückstand schaffte es Kamiar die Wende einzuleiten. Er spielte sehr fokussiert und behielt auch bei langen Ballwechseln meist den Überblick, so dass er mit 3:1 gewinnen konnte. Im Doppel sollte der Trend weitergehen. Drei Sätze wie im Rausch zogen, pflückten,schupften, flippten und rasierten die Beiden alles Weg, was nur ging! Grandiose Performance, fantastische Kulisse und ein Sieg zum 2:2. Harun stand nun dem früheren baltischen Meister Kestutis Zeimys gegenüber. Zeimys war in den ersten beiden Sätzen zu dominant und stark. Mit begeisternden Ballwechseln und erschöpfender Beinarbeit kämpfte Harun Satz für Satz! Jeder der Folgesätze ging schließlich mit 11:9 an ihn. Starke Leistung!

Zwischenstand 2:3

Kamiar ist dran und wahnsinnig heiß auf das Match gegen Neumayer. Brachiale Durchschlagskraft im Vorhandtopspin und ein perfektes Abwehrspiel ließen seinem Gegner zunächst kaum eine Chance! Doch dieser kam immer besser ins Spiel und gewann schlussendlich mit 3:1.

Zwischenstand 3:3

Im entscheidenden Schlussspiel gaben Waldemar am Tisch und alle noch in Gaimersheim verbliebenden Hamburger Spieler grölend auf der Bank alles, um ins Halbfinale einziehen zu können. Leider sollte es aber auch beiden Herren nicht dazu kommen.

Wir Hamburger Teilnehmer sind begeistert über die Atmosphäre des Turniers. Das tolle Miteinander unter den Spielern, sowohl neben dem Spielbetrieb, auf der Playersparty als auch das faire Verhalten an den Tischen.

Allgemein wäre wünschenswert, wenn die DPM einen höheren Stellenwert in Hamburg bekäme.

Antje Krüger, GW Harburg

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