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Deutsche Meisterschaften der Schülerinnen und Schüler

Am vergangenen Freitag ging es mal wieder los, das nationale Top Event des Wettkampfjahres in der Schülerklasse stand an, dieses Jahr im niedersächsischen Dissen. Für Hamburg hatten sich qualifiziert: Anna Tietgens (SC Poppenbüttel), Romeo Beecken (TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf) und Lleyton Ullmann (TSV Sasel). Jasmin Kersten und Oliver Alke komplettierten als Coaches das Hamburger Team. Eigeninitiativ zum Anfeuern angereist: Sebastian Becker.
Die Fahrt dauerte mit dem üblichen Stündchen Stau etwas länger, aber noch erträgliche 3,5 Stunden, die Spielbedingungen, Hallen- und Hotelverhältnisse waren komfortabel. Ein paar Bälle wurden noch geschlagen und die Beine bewegt, dann hieß es im benachbarten Melle- Grand Hotel nach einem ansehnlichen Büffett Gute Nacht um 21:30 Uhr.

Am Samstag ging nach Footing um 6:30 Uhr und anschließendem Frühstück das Einspielen in der Halle los; um 9.00 Uhr machten dann die Schülerinnen den Auftakt. Anna hatte neben der nachgerückten Stefanska (TTVN) noch Abwehrerin Sarah Rau aus Hessen und Marie Gmoser aus Bayern in der Gruppe. Los ging es gegen Stefanska. Klare 3:0- Angelegenheit für unsere Nummer 1, lediglich der 3. Satz war etwas enger. Abwehrerin Sarah Rau war Annas nächste Gegnerin. Einem 11:5 in Satz 1 folgte ein noch souveräneres 11:2. Mit gleichbleibender Ruhe und Sicherheit in ihren Schlägen holte sie sich dann auch den 3. Durchgang gegen die 2 Jahre jüngere Hessin. Tadelloser Auftakt für unsere Poppenbüttelerin. Gegen Gmoser im 3. Match ging es wackelig los: Satz 1 gewann die Bayrin in der Verlängerung mit 12:10. Anna behielt die Nerven und holte knapp Satz 2. Der 3. Satz war von beiden Mädels eine eisige Angelegenheit, Gmoser zitterte sich mit 18:16 zur 2:1-Satzführung. Leider ging auch der 4. an Gmoser, Anna verlor also ihr 3. Gruppenspiel, war aber trotzdem Gruppenerste.

In der ersten Hauptrunde traf sie nun auf Felicia Behringer, gegen die sie beim Top 12 noch verloren hatte. Hier spielte Anna aber wie ausgewechselt und gewann jeden Satz total deutlich. Starke Leistung, auch, weil sie aufgrund der kürzlichen Niederlage eine mentale Hürde zu überwinden hatte. Mit einem 3:0 zog sie dennoch verdient in das Achtelfinale ein.

Romeo
hatte eine starke Gruppe erwischt mit Nationalspieler Hörmann (Bayern), Robert Haufe (Sachsen) und Takuto Teramae aus dem WTTV. Wenn Romeo es jedoch schaffen würde, sein ganzes Potenzial abzurufen, könnte er über seine gute Kampfkraft in der Gruppe doch auch einiges reißen. Gegen Hörmann ging allerdings noch nichts, der Bayer agierte souverän und schlug den TTGler mit 3:0. Spiel 2 gegen Haufe war sehr ausgeglichen, beim Satzstand von 1:1 ging es in die Verlängerung. Zwei leichte Fehler bescherten dann aber dem Sachsen diesen wichtigen Satzgewinn. Im 4. Durchgang lief es dann von Anfang an nicht so berauschend, Haufe war natürlich nach dem vorherigen Satzgewinn mit viel Selbstvertrauen in den Satz gegangen. Leider 1:3, damit war es fast nicht mehr möglich, aus der Gruppe zukommen. im letzten Gruppenspiel gegen den WTTVler Teramae war Romeo aber nochmal voll auf der Höhe und gewann mit 3:1. Wäre es ein 3:0 gewesen, hätte Romeo sogar noch mit 1-2 Spielen die Qualifikation für das Hauptfeld geschafft. So war er aber leider im Einzel ausgeschieden.

Lleytons
Gruppe war auch nicht zu verachten, gleich 2 Spieler aus dem D/C-Kader, Tobias Sältzer (Rheinland) und Trainingspartner Niclas Reindl (Bayern) waren die schwersten Gegner, aber an einem guten Tag auch schlagbar. Der ein Jahr jüngere Manuel Prohaska (Baden-Württemberg) komplettierte die Gruppe und sollte auf jeden Fall zu schlagen sein, will man in dieser Gruppe weiterkommen. Los ging es gegen Tobi Sältzer. Der spielte furios auf, gewann Durchgang 1 klar. Satz 2 ging nach 10:7-Führung für Lleyton leider auch noch in die Hose, den 3. konnte sich der Saseler nach 3:5 doch tatsächlich noch mit 11:5 sichern. Der 4. war bis 5 ausgeglichen, dann hatte Sältzer aber die besseren Antworten auf Lleytons Aufschläge und gewann letztlich verdient mit 3:1. In Spiel 2 stand Lleyton Niclas Reindl, dem Gruppenkopf, gegenüber. Lleyton spielte gut bis sehr gut mit, hatte aber mit seinem Paradeschlag, dem schnellen Rückhandtopspin über dem Tisch, große Probleme. Reindl agierte sicher und gewann am Ende deutlich mit 3:0. Damit war auch für Lleyton die Gruppe gegessen, da Reindl und Sältzer jeweils mit 2:0 Spielen dastanden. Im letzten Spiel gegen Prohaska hatte Lleyton wenig Mühe, 3:0 hieß es am Ende für den Saseler, Platz 3 in der Gruppe.

Beide Jungs holten immerhin einen Einzelsieg, benahmen sich sportlich einwandfrei und kämpften immer bis zum Schluss; man darf zudem auch nicht vergessen, dass sich Romeo altersmäßig im 1. Jahr A-Schüler befindet und Lleyton sogar noch 3 weitere Jahre die Chance hat, auf dieser Ebene etwas zureißen.

Nun wardie Doppelkonkurrenz erst einmal an der Reihe. Anna spielte mit Anna Schüler aus Schleswig-Holstein, eigentlich eine sinnvolle Paarung vom System her, links-rechts mit guter Vorhand und guter Rückhand sollte eigentlich passen. Die erste Runde hatten beide ein Freilos, in Runde 2 trafen sie auf das brandenburgische Duo Baltus/ Schön. Satz 1 ging deutlich weg, im 2. konnten sich die beiden Annas deutlich steigern und glichen verdient aus. Der dritte Satz verlief eng bis zum Schluss, HH- Anna spielte dann aber ein paar gute Vorhandtospins und die beiden holten sich Satz 3. Der 4. Durchgang ging dann aber viel zu schnell weg und auch im 5. kamen die beiden nie wirklich an ihr eigenes Spielniveau heran; Niederlage mit 2:3 und aus der Doppelkonkurrenz ausgeschieden. Schade, da wäre mehr gegangen.

Lleyton und Romeo
hatten die niedersächsische links-rechts Kombi Lechtenbörger/ Misera als Gegner, auf jeden Fall ein knackiges Los für Runde 1. Die beiden harmonierten aber derart gut, dass sie der TTVN- Kombi nahezu keine Chance ließen und ungefährdet mit 3:0 in die nächste Runde einzogen. Hier trafen sie nun auf die Bayern Schweiger/ Reindl. Ein gut gespielter und gewonnener erster Satz, die anderen gut mitgespielt aber jeweils am Ende auch zum Teil durch etwas überhastete Aktionen verloren. Die beiden mussten den Bayern, die auch durch ihr Plus an Erfahrung sehr abgeklärt gespielt haben, zum Sieg gratulieren und waren damit aus dem Turnier ausgeschieden.

Am Sonntagmorgen ging es dann für Anna im Achtelfinale gegen Lea Vehreschild (WTTV), ebenfalls eine Gruppensiegerin, mit 3:0 Spielen im Rücken. Der erste Satz ging relativ deutlich weg, Anna konnte-wenn auch knapp- den 2. Durchgang für sich entscheiden, ging dann in der Folge mit 2:1 in Führung. Einen schlechten Start konnte sie in Satz 4 nicht mehr wettmachen, wieder Ausgleich. Dann wieder Satzführung, ohne dass Anna ihr bestes TT spielte, holte sie sich diesen wichtigen Satz in der Verlängerung. Satz 6, wieder entschieden in der Verlängerung, leider zugunsten von Vehreschild. Auch im 7. Durchgang war es die ganze Zeit eng, Vehreschild entschied dann aber mit 2 Punkten Vorsprung die Partie für sich und Anna schied aus, leider etwas zu früh und ohne ihr Topniveau zu erreichen. Dennoch hat Anna wie immer alles probiert, sich wie die Jungs bis zum Ende gewehrt und sich -egal bei welchem Spielstand- vorbildlich verhalten.

Damit waren für die Hamburger Akteure die Meisterschaften vorbei, Medaillen waren hier aber auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen, höchstens von einer Anna in Topform. Hätte sie gegen Vehreschild gewonnen wäre sie im Viertelfinale gegen die momentane Überfliegerin und spätere Finalistin Annett Kaufmann (Jahrgang 2006!) gekommen, gegen die sie bis dato noch nicht gewinnen konnte.

Nach den Meisterschaften ging es für uns ohne Anna wieder nach Hause, denn sie reiste von Dissen direkt zum D/C- Kader nach Hannover. Es ging also sofort mit hartem Training weiter. Auch für Lleyton Ullmann wartete die nächste harte und spannende Trainingsaufgabe, denn er wurde von Bundestrainerin Eva Jeler zu einem dreiwöchigen Trainingsaufenthalt nach China eingeladen, zu welchem er am Dienstag aufbrechen wird. Das wird eine fantastische Erfahrung für den Saseler werden und ist auch der Lohn für eine tadellose und umfangreicheTrainingsarbeit, die der elfjährige Lleyton in den letzten Wochen und Monaten an den Tag gelegt hat. Gute Reise und eine spannende Zeit im Reich der Mitte, Lleyton !

Der Verbandskader hingegen pausiert erst einmal in der 2. Ferienwoche und nimmt das Training erst wieder am 19.03. auf.

Über die DTTB-Internetseite sind alle Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften zu finden.
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