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Großes Programm für Lleyton Ullmann

Großes Programm für Lleyton Ullmann in Schweden: Lehrgang in Eskilstuna und Wettkampf bei den Swedish Open und dem Safir-Cup in Örebro.

Nachdem uns das schwedische Nachwuchstalent David Björkryd im September mit seinem Coach Antonio Herrera für 5 Tage in Hamburg zum Training besucht hatte, gab es nun die Revanche-Einladung. Im Vorfeld der Swedish Cadet Open und dem Safir-Cup vom 22.-25. Februar, für die Lleyton von Bundestrainerin Eva Jeler nominiert worden war, absolvierte der Saseler im nahegelegenen Eskilstuna - dem Heimatort von David- ein viertägiges Trainingsprogramm, zusammen mit Verbandstrainer Olli Alke. Auch Mario Amizic war wieder mit von der Partie, um die Fortschritte der beiden Jungs zu begutachten und wertvolle Trainingstipps zu geben. Lleyton nächtigte bei Familie Björkryd, Olli und Mario wurden im Hotel nahe der Halle einquartiert. Am Montag wurde noch eine Trainingseinheit absolviert, Dienstag und Mittwoch standen je 2 Einheiten auf dem Programm, wohldosiert, da die beiden Jungs ja nicht völlig platt am Donnerstag nach Örebro anreisen sollten. Es ging also mehr um Aufschlag-Rückschlag, konkrete Spielsituationen und auch um taktisches Verhalten, weniger um harte Trainingssessions im großen Beinarbeitsbereich. Insgesamt wurden es dann 6 gute Trainingseinheiten, oft mit David als Partner, aber auch an der Ballkiste mit Mario und Olli. Für ein paar andere Aktivitäten blieb jedoch auch noch Zeit,die örtliche Indoor-Minigolfanlage wurde öfters genutzt und der Funpark von Eskilstuna wurde auch unsicher gemacht. Alles in Allem waren es 4 sehr schöne Tage.

Am Donnerstagmittag ging es dann mit dem Auto und Chauffeur Jochen Leiss los in Richtung Örebro, welches nur angenehme 50 Kilometer entfernt liegt. Donnerstag spielte Lleyton jedoch noch nicht; er hatte wie auch am Freitag ausgiebig die Möglichkeit, die Jugendlichen und auch die Erwachsenen bei dem Turnier zu begutachten und sich mit ein paar kleineren Trainingssessions mit dem DTTB-Team der Schüler an die Bedingungen zu gewöhnen. Die Swedish Open sind ein Klassiker im internationalen Jugend-Turnierkalender und auch eine Besonderheit, denn sie werden im Verbund mit dem Safir Cup, der Sonntag startete, in einer Riesen-Arena ausgetragen. Man kommt so also zu sehr vielen Matches auf internationalem Topniveau, auch China und Japan waren mit Delegationen vertreten. Deutschland war mit insgesamt 24 Teilnehmern aus allen Jugend-Altersklassen in Örebro am Start.

Lleyton kam dann am Samstagmorgen zu seinen ersten Einsätzen in beiden Gruppen, abwechselnd bei den Schülern und bei den Mini-Schülern. Wie es der Zufall will war er bei den Minis mit David in einer Gruppe. Erst einmal ging es aber gegen Kongerskov aus Dänemark. Noch reichlich nervös verlor Lleyton die ersten beiden Sätze, glich dann aber beherzt aus zum 2:2. Der 5. ging wieder an den Dänen, 2:3 zum Auftakt der Mini-Gruppenphase. Das erste Match bei den Cadets (A-Schüler) gewann Lleyton dann aber mit 3:0 und blitzsauberem Platzierungsspiel gegen einen weiteren Dänen, den VH-Noppenspieler Beck. Nun wieder Mini-Cadets, Kumpel David war sein Gegner. Schnelle 2:0-Führung, ehe David anfing, aktiver zu spielen und so zum 2:2 ausglich. Nervös waren beide, Lleyton hatte aber die besseren Antworten parat und gewann wie vor ein paar Monaten in Belgien wieder mit 3:2.

Dann kam bei den Cadets der Tscheche Lebeda in die Box. Auch hier ging es wieder über die volle Distanz und unser Saseler holte sich den nächsten Fünfsatz-Erfolg. Nun war er voll drin und schlug den Finnen Koshravi direkt im Anschluss 3:1. Dieser Sieg bedeutete den Gruppensieg bei den Mini-Cadets. Im letzten Spiel der Cadet-Gruppe lief dann gegen den Russen Bruskov allerdings nicht mehr viel zusammen und Lleyton verlor mit 0:3, wurde aber trotzdem mit einer 2:1-Bilanz sicherer 2. in der Gruppe. 2x Hauptrunde, schonmal ein guter Etappen-Erfolg bei diesem hochklassigen Turnier.

Weiter ging es bei den Minis mit der 1. Hauptrunde, Lleyton fertigte den Schweden Sundin mit 6,6,6 ab. In der 2. Runde wartete nun am Sonntag der gesetzte Russe Vinogradov. Der Junge war stark, agierte mit seiner Linkshand sehr variabel und schlug "Ulli" mit 3:1. Achtelfinale also, ein ordentliches Resultat, denn auch 2005er-Jahrgänge waren in dieser Klasse vertreten. In der 1.Hauptrunde der Cadets zeigte Lleyton sein bestes Spiel im Turnier, obwohl er mit 1:3 verlor. Sein Gegner, der 3 Jahre ältere Nicloas Chong aus Singapur war wohl noch ein Nummer zu groß und spielte von der Härte her eher Erwachsenen-Tischtennis, dennoch gewann Lleyton über maximale Risikobereitschaft einen Satz und machte den Singapurer sichtlich nervös, denn der fing an, sich sehr lautstark zu pushen. Der vierte Satz ging dann auch klar an Chong, Lleyton hatte zwar noch ein 3:1 in diesem Satz, aber konnte in der Folge aufgrund zu vieler Rückschlagfehler nicht mehr an ihm dranbleiben. Dennoch: ein tolles Spiel mit viel Lernpotenzial.

Nun folgte am Sonntag das parallel laufende Turnier, der Safir Cup, Klasse U 14. Hier gewann Lleyton Runde 1 etwas zittrig mit 3:1 nach verlorenem 1.Satz gegen Rafael Cabrera aus der Dominikanischen Republik und schlug dann direkt im Anschluss nach 0:2 den Schweden Sjögren noch mit 3:2. Dann musste Coach Olli leider abreisen, damit er am Montag wieder mit dem Verbandskader in der Halle stehen konnte: Bus nach Stockholm, Flieger nach Kopenhagen, Flieger nach Hamburg und nach einer Woche endlich wieder in der schönsten Stadt der Welt und in der Heimat eines sehr wahrscheinlichen Fußballbundesliga-Absteigers.

Lleyton indes spielte natürlich weiter, verlor dann aber leider nach vergebenem Matchball im 5. Satz zu 11. Der glückliche Sieger hieß Sergei Gazarian (RUS), gegen den Lleyton sowohl bei den Euro Mini Champs als auch bei den Stiga Masters gewonnen hatte. Aber das ist bei den jungen Nachwuchsspielern natürlich keine Garantie, in jedem Match der Sieger zu sein, insbesondere die Russen sind ja auch für ihre harte Trainingsarbeit bekannt und auch Gazarian ist ein großes Talent. Damit war das hervorragende Turnier für einen der jüngsten Teilnehmer am Sonntagnachmittag beendet, mit einem ganzem Sack voller neuer Erfahrungen gegen neue Gegner und letztendlich auch gutem Gesamtresultat.

Abfahrt war für ihn dann erst am Montag, und zwar direkt nach Heidelberg, wo am Montag der D/C-Kader beginnt, mit dem, was für die breite Öffentlichkeit meist unsichtbar bleibt: Harte, sehr umfangreiche Trainingsarbeit, wie sie kein anderer aus unserem geliebten Hamburg absolviert, um nahe und ferne, hochgesteckte Ziele zu erreichen.

Hier noch der Link zu einem kleinen Bericht über Lleyton auf der ITTF-Seite:
https://www.ittf.com/2018/02/24/practice-partners-meet-advance-main-draw/
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