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Bericht zum DTTB TOP 12 vom 16.-18.2. in Barleben (TTVSA)

Am vergangenen Wochenende reiste eine kleine Delegation bestehend aus Anna Tietgens (SC Poppenbüttel) und meiner Wenigkeit in den beschaulichen Ort Barleben, in der Nähe von Magdeburg, um sich dort mit den besten Spielerinnen aus Deutschland zu messen. Die Anreise war bis auf einige Staus, die für einen Freitagmittag nicht ungewöhnlich sind, recht entspannt. Allerdings sagte unser Navi uns ca. 6 Km von der Spielhalle entfernt „Sie haben das Ziel erreicht“ und wir befanden uns mitten auf der Bundesstraße. Die Halle, das Hotel und die Organisation des Turnieres waren hervorragend und einer Bundesrangliste absolut würdig! Ein großes Kompliment an dieser Stelle noch einmal an den Ausrichter!!!

Zum Turnier: 12 Schülerinnen im Modus jede gegen jede, so lautete die Herausforderung.

Im ersten Spiel stand Anna der Abwehrspielerin Felicia Behringer (TTBW) gegenüber, die sie in der Vergangenheit schon häufiger bezwingen konnte. Noch sichtlich nervös im ersten Einzel des Turniers verlor Anna schnell den ersten Satz, glich anschließend aber aus. Die Durchgänge drei und vier konnten ausgeglichen gestaltet werden, jedoch gingen beide Sätze an die Abwehrstrategin. Behringer hat sich in den vergangenen Monaten gut weiterentwickelt und Anna konnte noch nicht ihr bestes Tischtennis abrufen, was noch ihrer Nervosität geschuldet war. Schnell abhaken und auf zum nächsten Einzel. Die Pausen zwischen den Runden waren nicht sehr lang, manchmal nur 10 Minuten, so dass Niederlangen nicht lange verarbeitet werden konnten.

Mit Hannah Schönau (WTTV) stand Anna nun eine Linkshänderin gegenüber. Die letzten Vergleiche waren sehr ausgeglichen, sowohl im Verlauf, als auch im Resultat. Etwas unglücklich ging der erste Satz mit 9:11 verloren. Der zweite Satz war dann leider ebenfalls schnell weg, Anna wäre aber nicht Anna, wenn sie nicht noch einmal ihr Kämpferherz auspacken würde und so den nächsten Durchgang gewann. Mit viel taktischem Geschick und einem sehr guten Kopf gewann Anna schließlich die Sätze vier und fünf sehr deutlich. 3:2 und der erste Sieg war eingefahren. Damit war die persönliche Bilanz von Anna schon einmal besser als noch im vergangenen Jahr.

Naomi Pranjkovic (BYTTV) war die Gegnerin in Runde drei. Eine Spielerin mit sehr viel Potential, die auch noch ein Jahr in der Schülerinnenklasse verbleiben darf. Alle drei Sätze konnte Anna ausgeglichen gestalten und teilweise überragende Ballwechsel spielen. Leider blieb ihr ein Satzgewinn verwehrt. Im Nachhinein betrachtet fand Anna (und ich), dass sie dort mit am Besten gespielt hat. Ein blöder Nachgeschmack hatte das Spiel, abgesehen der Niederlage jedoch noch: Kurz vor Ende des Spiel hat Anna sich bei einer unglücklichen Bewegung eine Verletzung am Oberschenkel zugezogen. Anna musste sich von dem Physiotherapeuten aus dem TTVN behandeln lassen (Vielen Dank!) und ging dann angeschlagen und mit einem Tape versehen in die nächste Partie.

Katharina Bondarenko-Getz (TTTV) wartete auf sie. Eine Gegnerin mit einem schnellen und aggressiven Spiel, welches Anna nicht unbedingt liegt. Daher war es auch nicht ungewöhnlich, dass Anna etwas vorsichtig agierte und die schnellen Bälle nicht gut erlaufen konnte. Auch hinderte sie ihr Oberschenkel daran. Nichts desto trotz ging der erste Satz auf ihr Konto. In den folgenden Durchgängen änderte die Thüringerin ihre Taktik und brachte Anna in ziemliche Bedrängnis, so dass das Spiel letztlich mit 1:3 endete. Die Überlegungen das Turnier vorzeitig zu beenden waren da, eine Entscheidung sollte aber nach dem 5. Spiel getroffen werden.

Ayumu Tsutsui (HETTV) mit kurzen Noppen auf der Vorhand stand nun an der gegenüberliegenden Hälfte. Sobald Tsutsui zu ihrem Schussspiel kam, war für Anna leider nur Bälle sammeln angesagt. Jedoch war hier die Devise der kleinen Punkte angesagt. Mit guten und überlegten Auf- und Rückschlägen konnte Anna immer wieder für Punkte sorgen. Insgesamt spielte Anna auf einem taktisch hohen Niveau, so dass sie am Ende auch verdient mit 3:0 gewann (auch wenn die ersten beiden Sätze erst in der Verlängerung entschieden wurden). Unabhängig des Ergebnisse wurde entschieden, dass Turnier nun auch zu beenden.

Mit Tingzhuo Li (HETTV) stand eine weitere Abwehrerin Anna gegenüber. Eigentlich spielt Anna gut gegen Abwehr, aber irgendwie nicht in Barleben, Allerdings hat Li auch vergessen Abwehr zu spielen und hat mit der Vorhand jeden Ball angegriffen und zu 100% getroffen. Dieses unerwartete System sorgte für Verwirrung, so dass der erste Satz verloren ging. Der zweite Satz hingegen war deutlich umkämpfter. Anna konnte durchaus gegen die Rückhandabwehr viele Topspin Bälle in Folge ziehen, kam aber nicht durch. Man möge der Verletzung nicht all zu viel „Schuld“ an dem geben, jedoch hatten die Topspinbälle nicht genügend Qualität (leider auch nicht so viele Platzierungswechsel). Im dritten Satz war Anna dafür richtig in Fahrt und spiele aggressive Flips und gewann souverän. Im vierten Satz stellte Li ihre Aufschläge wieder und damit auch die Chance auf den Satzausgleich. Schade, aber 1:3 lautete das Endergebnis.

Im letzten Spiel des Samstages wartete Milena Burand (BYTTV) am TV Tisch. Burand ist als Nachrückerin sehr kurzfristig ins Feld gerückt, war aber keinesfalls zu unterschätzen. Auch hier zahlten sich die guten Auf- und Rückschläge von Anna, so einer aggressiver Blockball aus, so dass es kurz und „schmerzlos“ blieb und auch dieses Spiel mit 3:0 gewonnen werden konnte. 3:4 Spiele und Platz 6 am ersten Tag konnte sich sehen lassen.

Die Turnierfavouritin Leonie Berger (WTTV) war Annas erste Gegnerin am Sonntag. Berger spielte sehr gute Kombinationen und verfügt über ein gutes Winkelspiel, dem Anna noch nichts entgegensetzen kann. Dafür war es umso bemerkenswerter, dass Anna sich Durchgang drei sichern konnte. Respekt!

Mit Laura Kaim (HETTV) stand die dritte Hessin und die Zweitjüngste Teilnehmerin nun auf der Liste. Im ersten Satz ließ Anna sich noch vom dem unkonventionellen Spiel ihrer Kontrahentin beeinflussen, ließ ihr dann aber in den folgenden drei Sätzen nicht mehr den Hauch einer Chance. Eine sehr souveräne Leistung. Auch hier zeigte sich die Aufschlagqualität, so wie der erste Ball nach dem Aufschlag als die Winnerschläge in dem Spiel.

Als Vorletztes wartete dann die Jüngste im Felde. Annett Kaufmann (TTBW) Jahrgang 2006 wollte bezwungen werden. Kaufmann schlug allerdings im Spiel davor Berger mit 3:0 und war daher noch beflügelt von ihrem Sieg und spielte von Anfang an mutig und entschlossen. Kaufmann machte keine leichten Fehler und konnte fast immer die Erste sein die angriff. Anna fand kein geeignetes Gegenmittel, so dass das Spiel auch verdient mit 0:3 verloren ging. Man darf gespannt sein, wo die Reise der kleinen Kaufmann noch so hingeht.

Im letzten Spiel, zudem das Spiel um Platz 8, wartete Ramona Betz (TTBW). Wir haben lange vor dem Spiel gesprochen, viel über Taktik, aber auch musste die letzte Niederlage noch verarbeitet werden. Es schien zu fruchten. Anna spielte dominant und aggressiv, zeigte zu jeder Zeit, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte und ließ Betz so nicht den Hauch einer Chance. Ein grandioses letztes Einzel! Am Ende war es dann Platz 8, ein Ergebnis mit dem man insgesamt sehr zufrieden sein kann!

Die Deutschen Meisterschaften sind in drei Wochen in Dissen, wo bis dahin aber auch noch ein wenig Zeit bleibt um an der einen und anderen Schwachstelle zu arbeiten.

Jasmin Kersten
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