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Eine Olympiateilnehmerin im Verbandskader - Interview mit Stephanie Grebe

4. der Damen-Weltrangliste im Behinderten-Tischtennis: Stephanie Grebe.
Hamburg hat seit kurzem eine Olympiateilnehmerin, die regelmäßig am Verbandskader-Training teilnimmt. Ihr Name: Stephanie Grebe. Wer diesen Namen einmal bei Google eingibt, erhält zahlreiche Einträge. Warum? Unter anderem deswegen, weil Stephanie zu den besten Tischtennisspielerin der Welt im Behindertensport gehört.
Ihren Aufenthalt in Hamburg nutzt Jan Niklas Meyer für ein kleines Interview.


Steffi, du bist ein wenig anders zur Welt gekommen als es die meisten von uns tun. Was für eine körperliche Behinderung hast du genau?

Mir fehlen beide Hände, was man Amelie beider Hände im Fachjargon nennt und der rechte Unterschenkel.

Du benutzt eine spezielle Armprothese zum spielen. Wie muss man sich das vorstellen? Wie ist der Schläger an der Prothese befestigt?

Das ist recht einfach. Es ist eine Art Armhülse, die ich mir über den rechten Arm schiebe und vorne dran ist der Schläger in einem bestimmten Winkel befestigt.

Wann hast du angefangen Tischtennis zu spielen?

Ich spiele schon seitdem ich klein bin und wie das bei den meisten so ist, spielt man im Urlaub gern mal Tischtennis. So war es bei mir auch und ich bin dann irgendwann mal in einem Verein eingetreten (im Jahr 2000).

Ich welcher Liga spielst du zur Zeit?

Ich spiele sowohl im Behindertenbereich als auch im Regelsport in der Landesliga. Im Behindertenbereich ist die Landesliga allerdings die höchste Liga, in der man spielen kann (also gleichzusetzen mit der Bundesliga).

Wie manche vielleicht gar nicht wissen, gehörst du zu zur Weltspitze in deiner Handicap-Klasse. Wie ist deine aktuelle Weltranglistenposition?

Derzeit bin ich 4. in der Weltrangliste.

Wie war deine erste Teilnahme an den Paralympics in London 2012?

Ziemlich spannend und aufregend, viele neue Erfahrungen und Eindrücke, das werde ich wohl nie vergessen.
Im Einzel konnte ich zwar „nur“ den 4. Platz holen, für die erste Teilnahme aber wohl okay.

Was treibt dich nach Hamburg?

Familiäre Gründe.

Was ist dein bester Schlag?

Vorhand Topspin.

Sind die Aufschlagregeln (Mindestballwurfhöhe etc.) im Behindertensport eigentlich die selben?

Im stehenden Bereich sind es fast die selben Regeln, nur dass ich bspw. meinen Aufschlag vom Schläger aus mache, was im normalen Sport ja verboten ist. Im Rollibereich (Rollstuhlsport) gelten aber noch andere Regeln.

Was treibst du, wenn mal nicht an der Platte stehst? Machst du noch anderen Sportarten?

Zum Ausgleich gehe ich noch ins Fitnessstudio, das reicht dann aber auch.
Ansonsten genieße ich dann die Zeit mit Freunden oder Familie.

Findest du, dass der Behindertensport medial ausreichend präsent ist?

Teils teils. Es kommt auf das Event an. Die Paralympics 2012 waren gut medial vertreten, jedoch hapert es bei der EM und WM noch ganz massiv.

Welche sportlichen Ziele hast du noch für die Zukunft?

Rio 2016 und vielleicht noch Hamburg 2024, also als Abschluss der Karriere.

Stephanie, vielen Dank für das Gespräch!
(Das Interview führte Jan Niklas Meyer).
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