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Bad Blankenburg: Hamburger Jungen holen 3. Platz beim Deutschlandpokal der Jugend! Die Mädchen werden 10. und die Schüler 13.Platz.!

Es berichtet Verbandstrainer Oliver Alke von den Jungen und den Mädchen. Peter Dietterle, Coach der A-Schüler, berichtet von deren Abschneiden.

Jungen und Mädchen

Mit einem hervorragenden 3.Platz, den eine Hamburger Jungenmannschaft bisher noch nie erreicht hatte, beendeten Leon Abich (TSV Sasel), Adrian Weyhe (SC Poppenbüttel), Jon Wrobbel (TSV Sasel) und Till Cassens (TTG 207 Ahrensburg) am vergangenen Wochenende den Deutschlandpokal. Im kleinen Finale schlugen unsere Jungs in einem hochspannenden Match die Auswahl aus Hessen mit 4:2.

Dabei starteten wir in das Turnier alles andere als gut. Im ersten Match der Gruppe verloren wir gegen eben diese Hessen mit 3:4, Leon holte 2 Zähler, Adrian steuerte einen Punkt bei. Leider wurde das wichtige Doppel verloren, in dem wir mit unseren beiden TOP12- Teilnehmern Leon und Adrian als Kombination eigentlich der haushohe Favorit waren und auch Jon Wrobbel fand in seinen Einzeln nicht zu seiner gewohnten Form. Im 2. Spiel ging es dann gegen Turnierfavorit WTTV, die sogar 3 TOP 12-Spieler in ihren Reihen hatten. Auch hier waren wir alles andere als chancenlos, Leon gewann gegen Henning Zeptner und Adrian in einem Klassematch gegen Abwehrer Balasz Hutter. Leider ging das Doppel wieder verloren und auch Leon konnte in seinem Match gegen die deutsche Nr. 1 und seinen Doppelpartner bei den Deutschen Meisterschaften in 2 Wochen, Gerrit Engemann, nicht viel ausrichten. Till hatte in seinen Spielen zum Auftakt gegen Engemann und in Match 2 gegen Hutter erwartungsgemäß wenig Chancen und da das Spiel gegen Hutter als erstes zählte, konnte Adrians Sieg am Nebentisch gegen Henning Zeptner nicht mehr für uns zu Buche schlagen und wir verloren mit 2:4 auch unser 2. Spiel in der Gruppe.

Im 3. Spiel der Gruppe wurde dann Rheinland erwartungsgemäß mit 4:1 geschlagen, sodass wir mit Platz 3 in die Zwischenrunde kamen, um dort über einen Sieg gegen Sachsen noch in das Viertelfinale einziehen zu können. Hier war die Mannschaft voll da und Sachsen wurde in einem guten Match mit 4:1 geschlagen, auch Leon konnte gegen Nick Neumann- Manz Revanche für seine Niederlage beim Top 12 nehmen und gewann das Spitzeneinzel klar mit 3:0.

Im Viertelfinale ging es dann gegen Baden- Württemberg. Ein sehr spannendes Spiel, in der unsere Mannschaft aber voll auf der Höhe war: Leon verlor zwar das Spitzeneinzel gegen Nationalspieler Dennis Klein mit 1:3, dieses mal wurde aber das Doppel gut gespielt und gewonnen. Adrian, auf der wichtigen 3er-Position aufgestellt, gewann nervenstark seine beiden Einzel. Für Till gab es auf der undankbaren 2er- Position gegen Klein wenig zu holen und auch im letzten Spiel war er schon Tom Mayer unterlegen, Adrian machte den Sack jedoch vorher zu und wir standen im Halbfinale! Hier trafen wir am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr erneut auf den WTTV und auch dieses Mal ging einiges, denn unser Gegner trat ohne Zeptner vermeintlich geschwächt an. Leider konnte Adrian aber seinen Sieg gegen Hutter nicht wiederholen und auch Leon verlor wieder gegen Engemann, dieses mal aber schon deutlich knapper. Jon hatte gegen Engemann keine Chance und unser Doppel verlor erneut, sodass wir mit dem Ehrenpunkt Abich – Maiwald 3:1 der besseren Mannschaft zum 4:1- Sieg gratulieren mussten.

Nun galt es noch einmal, alles zu mobilisieren und Revanche gegen die Hessenauswahl zu nehmen. Wir starteten denkbar schlecht. Leon, schon sehr ermüdet vom Turnier und seinem kräftezehrenden Vorhandspiel, verlor die Auftaktpartie gegen einen furios aufspielenden Tom Schmidt und auch Jon musste der gegnerischen Nummer 1 Lion Bauer gratulieren. Wir lagen mit 0:2 hinten, ehe Adrian zwar mit zittrigem ersten Satz, dann aber doch souverän mit 3:1 gewann. Auch das Doppel gegen die gleiche Paarung wie im ersten Gruppenspiel konnte dieses mal gewonnen werden. Leon mobilisierte noch einmal seine letzten Kräfte und schlug Bauer klar mit 3:0, brachte uns mit 3:2 in Führung. Danach spielten zeitgleich Jon und Adrian, wobei Adrians Match zuerst zählte. Jon war schon mit 1:2 Sätzen in seinem Match in Rückstand geraten, ehe Adrian in einem dramatischen Spiel unter Abwehr von 6 Matchbällen und mit hervorragender kämpferischer Leistung gegen Abich- Bezwinger Tom Schmidt mit 3:2 Sätzen gewann. Somit siegten die Jungs 4:2 und holten zum ersten Mal für eine Hamburger Jungenauswahl eine 3. Platz beim Deutschlandpokal! Insgesamt eine sehr gute Mannschaftsleistung, die insbesondere nach dem schlechten Start als ein grandioser Erfolg zu werten ist. Mehr war in diesem Turnier nicht drin, WTTV gewann auch gegen die zweitbeste Mannschaft des Turniers, Niedersachsen, im Finale umkämpft, aber letztendlich deutlich mit 4:1.

Unsere Mädchen erreichten leider nur Platz 10, allerdings auch mit Ersatz. Für Nathalie Wulf (SC Poppenbüttel), die dieses Turnier absagte, rückte Pauline Hellwege (SC Poppenbüttel) in die Mannschaft um Vivien Scholz und Gina Rieck (beide SC Poppenbüttel). Im A-Pool startend, setze es zu Beginn gleich 2 deftige 0:4- Niederlagen, wobei sich Coach Jasmin Kersten im ersten Spiel gegen Bayern eigentlich noch Chancen ausrechnete, aber auch Vivien Scholz patzte und sowohl Gina als auch Pauline hatten große Startschwierigkeiten. Niederlage 2 gegen die Übermannschaft aus Baden-Württemberg, die auch das gesamte Turnier souverän ohne Niederlage gewann, war da schon deutlich eher erwartbar. Um noch in die Zwischenrunde zu rutschen musste dann ein Sieg gegen das Saarland her, aber auch hier konnten unsere Mädchen nicht als Siegerinnen aus der Box gehen, 3:4 hieß es am Ende und es ging somit für die Mädchen in die hinteren Ränge, um die Plätze 9-15. Hier wurde dann aber doch endlich der erste – auch zu erwartende – Sieg gegen Mecklenburg-Vorpommern eingefahren, mit 4:2. Auch das 2. Spiel gegen Brandenburg gewannen unsere Mädels und hatten dann im letzten Match um Platz 9 die Auswahl des Westdeutschen Tischtennis- Verbandes als Gegner. Vivien und Co gaben alles, um noch eine einstellige Platzierung zu erreichen, sie mußten sich aber leider mit 2:4 geschlagen geben. Alles in allem aber eine solide Leistung, immerhin versuchten unsere Mädels nach dem sehr schlechten Start in der Gruppenphase alles, um die bestmögliche Platzierung zu erspielen und ohne N. Wulf ging der 10 Platz dann insgesamt auch in Ordnung. Bei einem Sieg in der Gruppenphase wären allerdings noch 2-3 Plätze weiter vorn drin gewesen.

In 2 Wochen kommt nun der Höhepunkt der Saison, die Deutschen Meisterschaften in Westercelle, wo wir mit starker Besetzung an den Start gehen werden. Leon Abich, Titelverteidiger im Doppel, Adrian Weyhe, sowie der nachnominierte Jon Wrobbel (TSV Sasel) kämpfen bei den Jungs um die heissbegehrten Medaillen, im Mädchenfeld haben wir in erster Linie mit Vivien Scholz ein heisses Eisen im Feuer. Nathalie Wulf, im Vorjahr noch 2-fache Halbfinalistin, könnte bei entsprechender Form und Einstellung eventuell auch ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitreden.

Oliver Alke

Deutschlandpokal der Schüler in Scheinfeld (Bayern): Fünf Neulinge in Bayern

Die Aufgabenstellung war – sagen wir einmal - „interessant“: Hamburg fährt mit vier bislang Deutschlandpokal-unerfahrenen Spielern, immerhin die Plätze 1-4 der aktuellen Hamburger Schüler-A-Punktrangliste, zu dieser TOP-DTTB-Veranstaltung. Ein Spieler steht im ältesten Jahrgang, zwei im jüngeren Jahrgang, und ein C-Schüler war dabei, letzterer zugleich das einzige Vollmitglied im Verbandskader und jüngster Spieler im Feld. Hamburg ist von den 17 teilnehmen Landesverbänden auf Platz 16 gesetzt, da wurde dann vor allem ein zuverlässiger Fahrer gesucht, um verletzungsfrei ins 550 km entfernte Nordbayern zu fahren und zurück. Viel verreißen konnte man auf der Veranstaltung ohnehin nicht. Die Wahl als Betreuer fiel dann auf mich, immerhin meine zweite überregionale Veranstaltung für den HTTV.

Was dabei heraus kam, war insgesamt aber erfreulich. Mit David Altenkamp (Horner TV) und den drei Saselern Keno Ramm, Marten Stange und Jim Appel ging ein Team an den Start, das schon zeigen wollte, dass der schwache Hamburger Setzungsplatz nicht gerechtfertigt ist.
Erste Standortbestimmung gegen die an Platz 17 gesetzte Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. Ein Pflichtsieg sollte es werden, aber unsere Neulinge waren auch mit entsprechender Nervosität ausgestattet. Immerhin, wir konnten mit 4:2 punkten. Das nächste Gruppenspiel ging gegen Sachsen-Anhalt, die zuvor Mecklenburg-Vorpommern auch mit 4:2 besiegen konnten. Das deutete auf ein knappes Spiel hin. Jetzt gab es schon die erste Nagelprobe – ab in den Keller oder zumindest aufs Zwischendeck. Unsere Mannschaft trat mit Selbstvertrauen, aber ohne Überheblichkeit, auf und konnte ein etwas glückliches 4:1 einfahren. Die erste Hürde war geschafft, wir hatten die Chance auf mittlere Plätze gewahrt.

In der ersten Zwischenrunde trafen wir dann auf Bremen. Auch Bremen haben wir zum Pflichtsieg erklärt und mit zwei Siegen im Rücken lief es dann auch schon ganz gut. Hier konnten wir sogar ein 4:0 einfahren.
Drei Spiele, drei Siege. Der Lohn der guten Tat war eine stärkere Mannschaft, wir trafen in der zweiten Zwischenrunde auf das Rheinland. Diesen Härtetest konnten wir dann leider nicht bestehen. Gegen die forsch aufspielenden Gegner wäre ein Duell auf Augenhöhe unter guten Bedingungen möglich gewesen, aber dann konnte Marten mehrere Satzvorsprünge nicht in Satzgewinne ummünzen und am anderen Tisch wurde Jims Schläger aberkannt. Jims Ersatzschläger gab ein so trauriges Bild ab, dass selbst die Schiedsrichter Erbarmen hatten, aber die Konzentration des sonst erfrischend aufspielenden C-Schülers war völlig dahin und das Material war auch kaum zum Sieg tauglich. Am Ende konnten wir nur ein Doppel holen und mussten beim Endstand von 1:4 erstmals erkennen, dass es auch stärkere Mannschaften gibt.

Damit wurden wir leider wieder nach unten gedrückt, für uns blieb in der Endrunde am Sonntag nur das einzige Spiel um die Plätze 13 und 14, ausgerechnet wieder gegen Sachsen-Anhalt. Im selben Turnier zum zweiten Mal gegen eine Mannschaft zu spielen, gegen die man beim ersten Mal schon gewonnen hat, ist erfahrungsgemäß nicht so einfach. Die Erwartungshaltung ist hoch und meist läuft es dann schlechter. So auch bei uns. Wir gerieten in der ersten Einzelrunde arg in Bedrängnis. Marten konnte eine 2:0-Führung nicht halten, war am Boden zerstört, Keno kam auch nicht vom Fleck, nur David konnte einen 0:2-Rückstand zum Sieg drehen. 1:2 Spiele und lange Gesichter auf der Hamburger Bank. Ich entschied mich im Doppel für David und als Joker Jim, ausgestattet mit einem umgeklebten und damit einwandfreien Schläger. Richtige Entscheidung – der erste Satz ging weg, aber die Taktik war gefunden. Am Ende gab es einen 3:1-Sieg und damit konnten wir zumindest wieder auf 2:2 Spiele gleichziehen. 3:3 nach den nächsten Einzeln, Marten musste im Entscheidungsspiel ran – und konnte zum erlösenden 4:3 abschließen.
Fazit: Wir haben vier von fünf Spielen gewonnen, 13. Platz, mühsam ernährt sich das Hamburger Eichhörnchen auf dem bundesweiten Feld. Aber – ein großes Lob an das Team: David war der ruhende Pol, mit 6:1 Spielen dazu noch am Erfolgreichsten. Bemerkenswert erfreulich war bei allen Spielern die Fähigkeit zur Umsetzung taktischer Tipps: viele Spiele konnten wir aus einem Satzrückstand noch zu unseren Gunsten drehen, nur selten mussten wir einen Vorsprung abgeben. Und als Gruppe trat die Mannschaft super-geschlossen auf. Diese Reise hat sich wirklich gelohnt!

Peter Dietterle

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