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Regelauslegung zu „Let“ (Wiederholung)

In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Problemen mit der Regelauslegung zu „Let“ (Wiederholung), wenn während des Ballwechsels der Ball kaputt geht. Durch die Nutzung des Plastikballs kommt diese Situation wesentlich häufiger vor. In den Tischtennisregeln Teil A ist dieser Sachverhalt nicht eindeutig geregelt (s. unten 9.1.3 und 9.2.4). Insofern bitte ich für den Bereich des HTTV folgende Regelauslegung zu praktizieren:

Wenn der Ball im Ballwechsel kaputt geht, so ist der Ballwechsel zu wiederholen, wenn dies das Ergebnis des Ballwechsels beeinflusst hat. Wenn das Ergebnis des Ballwechsels durch das Kaputtgehen des Balles hingegen nicht beeinflusst wurde, so ist der Ballwechsel wie gespielt zu werten. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Ball durch das Treffen mit der Schlägerkante kaputtgeht und der Ball auch im heilen Zustand offensichtlich nicht ordnungsgemäß auf die gegnerische Tischhälfte geflogen wäre.

Auszug aus denTischtennisregeln Teil A
9 Let (Wiederholung)
9.1
Ein Ballwechsel muss wiederholt werden,
9.1.1
wenn der Ball beim Aufschlag die Netzgarniturberührt, vorausgesetzt, dass der Aufschlag sonst korrekt ist oder vomRückschläger oder seinem Partner aufgehalten wird;
9.1.2 wenn aufgeschlagen wird, bevor der Rückschlägeroder sein Partner spielbereit ist; -Voraussetzung ist allerdings, dass wederder Rückschläger noch sein Partner versuchen, den Ball zu schlagen;
9.1.3
wenn ein Spieler aufgrund einer Störung, dieaußerhalb seiner Kontrolle liegt, nicht auf- oder zurückschlagen oder sonst wieeine Regel nicht einhalten kann;
9.1.4 wenn der Schiedsrichter oder derSchiedsrichter-Assistent das Spiel unterbricht;
9.1.5
wenn der Rückschläger wegen einerKörperbehinderung im Rollstuhl sitzt und der Ball beim Aufschlag, falls derAufschlag sonst korrekt ist,
9.1.5.1
nach Berühren der Seite des Rückschlägers inRichtung auf das Netz zurückkehrt;
9.1.5.2 auf der Seite des Rückschlägers liegen bleibt;
9.1.5.3
im Einzel nach Berühren der Seite des Rückschlägersdiese über eine der Seitenlinien verlässt.
9.2
Das Spiel kann unterbrochen werden,
9.2.1
um einen Irrtum in der Aufschlag-, Rückschlag-oder Seitenreihenfolge zu berichtigen;
9.2.2
um die Wechselmethode einzuführen;
9.2.3 um einen Spieler oder Berater zu verwarnen oderzu bestrafen;
9.2.4
wenn die Spielbedingungen auf eine Art gestörtwerden, die das Ergebnis des Ballwechsels beeinflussen könnte.

Norbert Hoppe
Verbandsschiedsrichterobmann
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