TT-Maximus wird unterstützt von unserem Premiumpartner
LOGIN TT-Maximus

Du kannst noch keine Spielberichte eingeben?
Hier kannst Du Dich bei Click-TT » registrieren.
Offizieller Ausrüster des HTTV Contra Banner
TT-Maximus ist ein Projekt von Timmann Banner

Tischtennis Video Portal

Slovak Cadet Open

Und weiter ging die Reise: Wie im letzten Bericht von den STIGA MASTERS bereits erwähnt, wurde Lleyton Ullmann (TSV Sasel) als jüngster Spieler für das Team Deutschland für die SLOVAK CADET OPEN in Bratislava nominiert.

Am Donnerstagmorgen ging es ab HH Airport los gen Frankfurt, wo wir uns mit der gesamten Delegation – insgesamt 6 Schülerinnen und 6 Schüler - zur Weiterreise nach Wien trafen. Von dort ging es dann weiter mit dem Bus nach Bratislava. Am späten Nachmittag wurde noch ein kleines Training absolviert, bevor es dann zum Hotel Baronka ging. Freitagmorgen ging das Programm mit einem 15-minütigen Footing los, Frühstück, dann ab in die Halle. Zuerst standen die Mannschaftswettbewerbe auf dem Programm, Lleyton spielte in einem Zweierteam als Deutschland C mit Leon Hintze, Abwehrer vom TTVN. Spiel 1 ging gegen das B-Team aus Polen. Lleyton startete gegen die 1, hatte gegen den älteren Angriffsspieler seine liebe Mühe, spielte für seinen ersten Auftritt jedoch recht gelöst und kämpferisch, unterlag am Ende aber mit 1:3. Leon konnte gegen die 2 ausgleichen und das anschließende Doppel wurde auch gewonnen. 2-1 für Deutschland C. Dann unterlag Leon knapp der gegnerischen 1 und Lleyton konnte anschliessend wenig gegen den 2er Pysk ausrichten, was aber auch zum Teil an einem zwickenden Oberschenkelmuskel lag. Leider also eine Niederlage mit 2:3 zum Auftakt.

Nunging es in Match 2 gegen das Team A aus Kroatien. Hier war wenig zu machen: Beide Einzel und auch das Doppel gingen gegen die beiden Topspieler des Landes relativ deutlich weg, lediglich in Satz 1 hatte Lleyton seinen Chancen gegen den zwei Köpfe größeren Kroaten. 0:3, damit war die Mannschaftskonkurrenz erledigt, da nur der Gruppenerste weiter kam.

Weiter ging es am Samstag mit den Gruppenspielen im Einzel: Lleyton hatte eine starke Gruppe erwischt; ohne internationales Ranking wurde er in eine Gruppe mit sehr starken Spielern aus Spanien, Polen und Tschechien gelost, der Pole Pysk war bereits im Mannschaftswettbewerb sein Bezwinger. Es ging los gegen den Tschechen Kveton. Guter Auftakt im ersten Satz, dann aber hatte Kveton klar die Oberhand und bezwang Lleyton mit 3:1. Im 2. Match gegen den Spanier ging gar nichts, der war einfach zu stark und auch körperlich weit überlegen. Die Vorhandschwinger schlugen nur so ein auf Lleytons Hälfte, der Saseler war sichtlich konsterniert, wollte es nicht so richtig wahr haben, dass gegen solch einen Gegner wirklich noch nichts ging. Ein wenig bedröppelt verließ er nach 10 Minuten und 0:3 wieder die Box. Umso erstaunlicher, dass er dann im 3. Spiel gegen Pysk alles abrufen konnte, was er in seinem jungen Alter schon drauf hat: Satz 1 ging in der Verlängerung weg, dann 11:3 (!) für Lleyton. Bundestrainerin Lara Broich hatte ihn taktisch gut eingestellt, das Spiel ging auf Augenhöhe weiter bis in den 5. Satz, in dem Lleyton seine Show des 2.Satzes tatsächlich noch einmal wiederholen konnte: gleich zu Anfang lag er in Front, gewann den Satz ungefährdet mit 11:6. Starke Leistung, endlich der ersehnte Spielgewinn. Dennoch reichte es nicht zur Quali für das Hauptfeld, nur die ersten 2 gingen durch. Lleyton musste also in die Consolation, die aber bei diesem hochklassigen Event immer noch mit vielen starken Spielern gespickt war.

Sonntagmorgen ging es jedoch vorher erst einmal mit Doppel los, Lleyton spielte wie schon im Team zusammen mit Leon Hintze. Hier gab es aber auch gleich ein Hammerlos und eine dementsprechende Klatsche gegen die momentane Nummer 1 Europas und späteren Turniersieger im Einzel, Kubik aus Polen, nebst Partner. 0:3, eindeutig an die beiden Polen.

In der Consolation ging es wie gesagt hochklassig weiter: Lleyton spielte gegen einen ebenfalls noch jungen Russen, Jahrgang 2005. Anfänglich gut gestartet fand sein Gegner aber immer besser ins Spiel und besiegte Lleyton im fünften Satz. Damit war das Turnier, was den Wettkampf anging, für Lleyton als einen der jüngsten Teilnehmer beendet. Aber es gab ja noch sehr viel zu gucken und zu lernen, wofür Lleyton auch nominiert worden war. Insbesondere die kämpferische Präsenz der meist um 2 Jahre älteren Spieler aus den anderen Nationen war beeindruckend. Dass er jedoch hier bei dieser Topkonkurrenz, von denen viele schon 10 oder mehr internationale Turniere inklusive Europameisterschaften gespielt haben, bei seinem ersten Auftritt im ITTF World Junior Circuit keine Mammutbäume ausreißen würde, war von vornherein klar. Natürlich konnte er dies als ehrgeiziger, junger Spieler nicht zu jeder Zeit im Kopf haben, denn wenn Lleyton in die Box steigt, will er auch gewinnen und gibt dafür alles. So soll es ja auch sein. Insgesamt war es für ihn aber im Kreise der Schüler-Nationalmannschaft eine vielseitige Erfahrung und die anderen Jungs haben ihn auch wunderbar eingebunden. Er hat ebenfalls großen Teamgeist bewiesen und immer kräftig angefeuert und auch am Tisch alles versucht, daher darf er wohl auch auf weitere Einsätze in der Zukunft hoffen. Montagmorgen ging es dann mit dem Bus um 6 Uhr wieder Richtung Wien, von dort via Frankfurt zurück in die schönste Stadt der Welt.

Nach all den Reisestrapazen der letzten Wochen heißt es jetzt erst einmal wieder: Runterkommen, sich mal wieder etwas mehr um schulische Dinge kümmern und dann wieder in der Trainingshalle Gas geben, bis es dann am 24. November gemeinsam mit Anna Tietgens zum TOP 24 nach Neckarsulm geht. Die Ergebnisse des Turniers sind auf der Internetseite des DTTB zu finden.

Oliver Alke

TT-Maximus wird unterstützt von unseren Partnern:
Partner Logo Partner Logo Partner Logo