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Hamburgs erste Tischtennis-Sportstunde

Matthias Geisler mit den Schuelern der Grundschule Nettelnburg.
Wer sich gedanklich einmal in seinen Sportunterricht aus Kindheitstagen zurückversetzt wird schnell feststellen, dass Tischtennis dort eher eine marginale bis gar keine Rolle gespielt hat. Nicht so jedoch wird es den Schülern der Jahrgangsstufe drei der Grundschule Nettelnburg in Hamburg ergehen. Wenn sie sich einst in den Sportunterricht ihrer Grundschulzeit zurückversetzten, wird da unter anderem die Erinnerung an diese etwas andere Sportstunde sein. Da wird die Erinnerung an hart umkämpfte Rundläufe sein.

Grund dafür ist, dass die Drittklässler der Grundschule Nettelnburg seit November letzten Jahres eine besondere Sportstunde erhalten haben. Einmal wöchentlich wird eine Sportstunde lang ausschließlich Tischtennis trainiert. Und das unter hochprofessioneller Anleitung. Für dieses Pilot-Projekt konnte nämlich kein geringerer als Matthias Geisler gewonnen werden, Diplom-Pädagoge, Chefredakteur der Zeitung „Verband Deutscher Tischtennis Trainer sowie langjähriger hauptamtlicher Trainer bei der TSG Bergedorf. Zusammen mit den Sportlehrern der Grundschule Nettelnburg, für die die Sportstunde eine hervorragende Gelegenheit bietet, sich technische- und taktische Grundkenntnisse im Tischtennis anzueignen (Tischtennis ist häufig nur geringer Bestandteil des Sportstudiums), motiviert, fordert und fördert Matthais Geisler die acht bis zehnjährigen Mädchen und Jungen, die sich im optimalen Alter befinden, um durch Tischtennis grundlegende koordinative Fähigkeiten zu erlernen. Auf dem Programm stehen nicht in erster Linie Spaßfaktoren wie Rundlauf, sondern durchaus anspruchsvolle Technikübungen und grundlegende Schlagtechniken. Auf Grund unterschiedlicher Leistungsniveaus und der Tatsache, dass 24 Kinder nicht gleichzeitig an sechs vorhandenen Tischen spielen können, spielen die Mädchen und Jungs an der Grundschule Nettelnburg getrennt. Während die eine Hälfte den weißen Ball hin und her hämmert, macht die andere Hälfte, angeleitet vom Sportlehrer, anspruchsvolle koordinative Übungen oder Ähnliches.

Zu verdanken haben die Kinder die allwöchentlichen Rundläufe einer Kooperation zwischen dem HTTV, der Grundschule Nettelnburg, dem SV Nettelnburg-Allermöhe sowie der TSG Bergedorf. Alle vier beteiligen sich in irgendeiner Form an der Realisierung dieses Projekts, sei es durch die Erarbeitung des Konzepts und der Bereitstellung von Schlägern (HTTV), der Unterstützung durch Lehrkräfte, der Bereitstellung einer Halle (Grundschule Nettelnburg), von Trainern (TSG Bergedorf) oder von Tischtennis-Platten (SV Nettelnburg-Allermöhe). Finanziert wird das Projekt vom HTTV, der TSG Bergedorf und der Grundschule Nettelnburg. Die Initialzündung für das Projekt ging von einer vom Präsidenten des Hamburger Tischtennis-Verbands, Lothar Baumann, gegründeten Arbeitsgemeinschaft aus. In wöchentlicher Fleißarbeit erarbeiteten hier Claus Quase-Scott, Sebastian Stegemann, Jasmin Kersten, Norbert P. Hoppe, Katrin Nitz und Matthias Geisler das Grundkonzept. Viele von ihnen selbst Pädagogen, begleitete sie die Überzeugung, dass auch Hamburgs Schulen enorm von Tischtennis im Sportunterricht profitieren können. Motorisch und mental anspruchsvoller als die meisten anderen Sportarten, hat Tischtennis nicht nur das Zeug den Minis den Freitag-Vormittag zu versüßen. Vielmehr hat die Tischtennis-Sportstunde das Potential die Lernleistungen der Schüler zu verbessern und Fertigkeiten zu vermitteln, die lebenslang eingesetzt werden können. Dies befand auch das Zentrum für Gesundheit (ZfG) der Deutschen Sporthochschule Köln in einer Studie im Jahr 2009, wo man bei den untersuchten Schülern die höchsten Notendurchschnitte bei Tischtennis-Spielern fand.

Für Hamburgs Tischtennis-Vereine bietet solch ein Projekt eine hervorragende Gelegenheit neue Talente anzulocken. Die TSG-Bergedorf bekam schon wenige Wochen nach Beginn des Projekts einige der kleinen Jungen und Mädchen im Vereinstraining wiederzusehen. So kann man also nur hoffen, dass dieses in so vielerlei Hinsicht chancenreiche Projekt alsbald Nachahmer in ganz Hamburg findet. Einer davon könnte bald die Grundschule Wandsbek sein, wo der Pädagoge und langjährige Tischtennis-Trainer bei Eilbeck/WTB 61, Christopher Dohrn, im Auftrag des HTTV ebenfalls an der Realisierung einer Tischtennis-Sportstunde arbeitet. Angesichts der erfolgreichen ersten Zeit in Nettelnburg ist die Arbeitsgemeinschaft optimistisch, dass dies nicht der einzige Nachahmer sein wird. „Eine Schule pro Bezirk mit einer Tischtennis-Sportstunde dürfte eine realistische Zielsetzung sein“, so Lothar Baumann. Drücken wir also die Daumen, dass die Grundschule Nettelnburg nur der Anfang war.

Für Nachfragen zum Projekt kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle des Hamburger Tischtennis Verbands. (Tischtennis.Verband@hamburg.de oder Tel.: 040 – 450 370 90)


Jan Niklas Meyer

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